Geschichte
 
Geschichte der Biber-Apotheke
   
  Apotheker Joseph Peiffer - Gründer der Biber-Apotheke
 
Neheims erster Apotheker Josef Peiffer wurde am 26.10.1801 in Attendorn geboren. Die Konzession erhielt er am 4.4.1832. Aus seiner am 2.6.1835 geschlossenen Ehe entstammte ein Sohn Eduard, der später Arzt in Berlin wurde.

Josef Peiffer war ein geachteter Bürger, lange Jahre Stadtverordneter. Er gehörte auch zu den Gründungsmitgliedern des Jägervereins. Er starb am 22.11.1859 an der Gelbsucht.

Sein jüngster Bruder Julius Peiffer, geboren am 12. September 1822 in Attendorn, hatte ebenfalls Pharmazie studiert. Er erwarb jetzt nach dem Tode seines Bruders von dessen Witwe und Sohn die Apotheke. Er hatte zwei Söhne, Max und Emil, die auch beide Apotheker wurden. Sohn Max Peiffer stand seinem Vater seit 1881 als zweiter Apotheker zur Seite.

Julius Peiffer kaufte 1890 zwei Grundstücke, auf denen nach Abriss der dort stehenden Häuser die jetzige Biber-Apotheke errichtet wurde. Sie wurde 1891 bezogen. Am 15.3.1898 übertrug Julius Peiffer die Apotheke seinem Sohn Max. Er starb schon kurze Zeit später am 17.5.1898.
Max Peiffer, verheiratet mit Änne, geb. Cosack, führte die Apotheke bis zu seinem Tode am 10. Januar 1927. Er hatte drei Töchter, Maria, Elisabeth und Hilde.

Seine zweite Tochter Elisabeth heiratete den Apotheker Eugen Kemper, 5.2.1899 bis 22.1.1977. Eugen Kemper ist den älteren Neheimer Bürgern noch gut bekannt.
Franz Amadeus Josephus Peiffer
Familien Wappen
   
Totenbrief
Totenbrief
Totenbrief
       
Selig sind Toten, die im Herrn sterben. Von nun an, spricht der Geist, sollen sie ruhen von ihren Mühen, denn ihre Werke folgen ihnen nach. Offenb. XIV. 15.

Christliches Andenken

an den Herrn

Joseph Peiffer,

Apotheker in Neheim.

(Gestorben an der Gelbsucht
am 22. November 1859
Abends 7 Uhr.)

Der Verstorbene war am 26. Oktober 1801 in Attendorn geboren, besuchte das Progymnasium daselbst, machte Lehr-Curses de Pharmacie daselbst, sowie in Bilstein, Aachen, Coblenz, gründete in Neheim im Herbste 1832 eine Apotheke und vermählte sich am 2. Juni 1835 mit Fräulein Ida Spitzbarth. Gott segnete diese Ehe mit einem Sohne, der mit seiner Mutter bei der Leiche seines guten Vaters kniet, betet und weint.

Der Heimgegangene hat sich durch wahren Biedersinn, durch Energie des Charakters, durch musterhaften Wandel und große Berufstreue ausgezeichnet. Seine bürgerlichen und christlichen Tugenden erwarben ihm die Achtung und Liebe Aller, die ihn kennen lernten.
Die Stadtgemeinde hat in ihm einen tüchtigen Bürger verloren, der Jahre lang Mitglied des Stadt-, Schul- und Kranken-Vorstandes gewesen.

Dass er die Obliegenheiten dieser Stellungen mit gewissenhafter Treue erfüllt, dafür spricht das einstimmige Zeugnis der Gemeinde.

Mit völliger Ergebung in Gottes Hl. Willen ertrug er die Leiden seiner letzten Krankheit, empfing mit wahrer Andacht die hl. Sterbesakramente, und vereint mit seinem Erlöser ging er in die Ewigkeit, um auszuruhen von den Mühen des irdischen Lebens und zu empfangen die Krone der Herrlichkeit, welche der Herr Denen verheißen hat, die Ihn lieben. Seine Seele wird dem Gebete der Gläubigen empfohlen.
 
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